Bilanzfälschung durch Gründung von Bad Banks

Ein Leserbrief an die Badische Zeitung bringt mein Unverständnis über die Pläne zur Gründung von Bad Banks auf den Punkt: Laut Handelsgesetzbuch sind Kaufleute verpflichtet, die Lage des Vermögens durch ordnungsgemäße Buchführung ersichtlich zu machen, schreibt Werner Schäffner aus Staufen. Er habe im Unterricht nichts davon gehört, dass man „giftigen Finanzschrott“ einfach ohne Gegenbuchung aus der Bilanz herausnehmen und an eine „Bad Bank“ übertragen könne. „Damals hatte man das noch Bilanzfälschung genannt“, schreibt Schäffner und nennt als einzigen ehrlichen Ausweg die Insolvenz.

5 Gedanken zu „Bilanzfälschung durch Gründung von Bad Banks“

  1. Nicht dass ich Bad-Banks loben möchte, aber sie funktionieren anders als im Artikel beschrieben. Die Bank verkauft ihre derzeit nicht handelbaren „Wert“papiere an die sog. Bad-Bank. Aber zu welchem Preis? Dort liegt das Kernproblem. Ein Marktpreis existiert nicht wegen Unhandelbarkeit der Papiere, der Anschaffungspreis ist unrealistisch. Der Bank nützt dieses Konstrukt Bad-Bank nur, wenn diese die giftigen Wertpapiere nahezu zum ursprünglichen Anschaffungspreis kauft. Dann wird Gift in echtes Geld verwandelt. Woher nimmt die Bad-Bank das Geld für den Kauf? Vom Steuerzahler. Was macht die Bad-Bank mit den giftigen Papieren? Entsorgen oder nach Jahren weiter verkaufen. Aber zu welchem Preis? Derzeit unbekannt.

    1. Danke für Ihren Beitrag – wieder etwas dazu gelernt.

      Gleichzeitig stellen sich mir neue Fragen:

      Wird man jemals erfahren, zu welchem Kurs die schlechten Papiere vom Staat = Steuerzahler aufgekauft werden?

      Wer kauft den Privatanlegern solche Papiere ab – oder anders gefragt – warum wird der Grundsatz „wer sich verzockt, hat Pech gehabt“ ausgerechnet für die Banken außer Kraft gesetzt?

  2. Nicht dass ich Bad-Banks loben möchte, aber sie funktionieren anders als im Artikel beschrieben. Die Bank verkauft ihre derzeit nicht handelbaren „Wert“papiere an die sog. Bad-Bank. Aber zu welchem Preis? Dort liegt das Kernproblem. Ein Marktpreis existiert nicht wegen Unhandelbarkeit der Papiere, der Anschaffungspreis ist unrealistisch. Der Bank nützt dieses Konstrukt Bad-Bank nur, wenn diese die giftigen Wertpapiere nahezu zum ursprünglichen Anschaffungspreis kauft. Dann wird Gift in echtes Geld verwandelt. Woher nimmt die Bad-Bank das Geld für den Kauf? Vom Steuerzahler. Was macht die Bad-Bank mit den giftigen Papieren? Entsorgen oder nach Jahren weiter verkaufen. Aber zu welchem Preis? Derzeit unbekannt.

    1. Danke für Ihren Beitrag – wieder etwas dazu gelernt.

      Gleichzeitig stellen sich mir neue Fragen:

      Wird man jemals erfahren, zu welchem Kurs die schlechten Papiere vom Staat = Steuerzahler aufgekauft werden?

      Wer kauft den Privatanlegern solche Papiere ab – oder anders gefragt – warum wird der Grundsatz „wer sich verzockt, hat Pech gehabt“ ausgerechnet für die Banken außer Kraft gesetzt?

  3. Die Finanzkreation „Bad Bank“ ist nichts anderes als von Staaten ausgeführter Bilanzbetrug um das bestehende Wachstum benötigende und Ressourcen vernichtende System weiter am laufen zu halten, es fehlt einfach an kreativen Köpfen um aus den alten eingefahrenen Schienen heraus zu kommen. Es muss endlich miteinander und nicht gegeneinander gearbeitet werden. Teamorientiertes kreatives miteinander anstatt leistungsorientierte Suche nach Möglichkeiten des Wachstums. Wachstum zerstört alles, Wachstum hat nach verherrenden Kriegen, wenn alles am Böden liegt seine Berechtigung aber nicht in Überflussgesellschaften, es scheint aber so als wird es der Überflussgesellschaft zu wohl und sie zettelt wieder einen Weltkrieg an denn danach ist der Ruf nach neuem Wachstum wieder legitim und da die Mächtigen einfach zu doof sind für einen kreativen Weg des Miteinander bleibt ihnen leider nur ein neuer Weltkrieg passt auch so schön in die bestehende Weltwirtschaft !!!

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