Abenteuer Upgrade: Datenschaukelei mit Easy Transfer

So ein Computerkauf ist ein ergiebiges Thema. Dies gilt vor allem für fortgeschrittene Anwender, die nicht gerade ihren ersten PC kaufen und die vom Vorgänger jede Menge Daten, Programme und Einstellungen mit umziehen wollen. Solche Leute sind die Zielgruppe meines mehrteiligen Erfahrungsberichtes zum neuen Aldi-PC, dem Medion Akoya E4360 D (auch MD 8338 genannt). Womöglich hätte ich ganz ähnliche Dinge erlebt und mich mit den gleichen Problemen herum schlagen müssen, wenn ich meinen neuen Rechner beim Media Markt, bei Lidl, Penny oder sonstwo gekauft hätte. Aber ich bin nun ´mal ein bekennender Aldi-Fan und Freund der freien Marktwirtschaft und ich glaube, dass die Gründer Karl und Theo Albrecht mit ihrer Ladenkette mehr getan haben zur Bekämpfung der Armut, als die Bundesregierungen der  letzten 20 Jahre. Doch lassen wir das mit der Polit-Provokation für heute. Hier geht es wieder einmal nur um Computer und wen das nicht interessiert, der soll doch bitte in den nächsten Tagen erneut vorbei schauen, wenn ich mich wieder des Lebens praller Fülle zuwende.

Aaaallso: In Teil 1 meines Berichtes hatte ich die Ausgangssituation beschrieben, einen Testbericht zum neuen Rechner referiert, und die Vorarbeiten mit der Datensicherung am alten Rechner beschrieben. In Teil 2 ging es um den Frust beim Formatieren der Festplatte. Die wollte ich nach meinen eigenen Vorstellungen aufteilen, bin aber daran gescheitert. So habe ich mich damit zufrieden gegeben auf dem Laufwerk C einfach ein paar neue Ordner anzulegen, die mehr oder weniger die Verzeichnisstruktur meines alten Rechners widerspiegeln).

Ich will drahtlos, Windows 7 will Kabel

In diesem, dem dritten Teil der Serie geht´s um ein Problem mit dem drahtlosen Netzwerk, um das Einrichten eines ordentlichen Browsers, nämlich Firefox, und hauptsächlich um das Programm Windows-Easy Transfer, das Teil des Betriebssystems Windows 7 ist. In Teil 2 hatte ich mich ja bereits darüber beschwert, dass dieses Werkzeug 1. nur schwer zu finden war und dass 2. der Datentransfer – zumindest übers Netzwerk – bei mir nicht funktioniert hat. Aber irgendwie hängt ja alles mit allem zusammen, vor allem bei so einem Computer. Soll heißen, dass an dem fehlgeschlagenen Datentransfer via Netzwerk nicht unbedingt Windows-Easy Transfer schuld sein muss, es könnten ja auch die Netzwerkeinstellungen falsch gewesen sein. Dieser Verdacht kam mir, als ich den Rechner am Tag nach dem Kauf hochgestartet habe. Meine drahtlose Verbindung, die der neue Aldi-PC alias Medion Akoya E4360 D, alias MD 8338 noch am Vortag ohne zu murren hergestellt hat, erkennt die Kiste heute nicht. Die Hilfefunktion von Windows 7 rät mir wenig überraschend, den alten AEG-Trick zu probieren (wer den Kalauer noch nicht kennt: das steht für „Aus-Ein-Gut“). Nix ist  gut und was gestern noch lief wie von selbst, klappt schon heute nicht mehr. Dabei findet mein Laptop das drahtlose Netzwerk ohne Probleme. Also was ist da los?

Wohlfühl-Browser Firefox mit Xmarks

Mein erster Verdacht als Langzeit-Microsoft-Geschädigter: Sabotage durch den Internet-Explorer, der in der Version 8 vorinstalliert ist. O.k., daran lag´s nicht, aber laßt mir doch meine Vorurteile. Um das Mysterium des nicht funktionierenden W-LANS kümmere ich mich später und stelle statt dessen mit dem LAN-Kabel eine Verbindung zu meinem Router her, auf dem Fritz!Box Fon WLAN 1&1 Home Server´drauf steht und Fritz!Box Fon WLAN 7240 ´drin ist. Auf meiner Liste der zu installierenden Programme steht der Firefox-Browser ganz oben, an den ich mich seit Jahren gewöhnt habe. Einen letzten Dienst muss mir der IE noch erweisen, indem er mich zur Download-Seite des kostenlosen Webbrowsers Firefox führt, dann geht alles ganz schnell.  Natürlich will ich nicht nur den Browser, sondern auch meine Lesezeichen (Bookmarks oder Favoriten) wieder, von denen ich wie ein Hamster auf meinem alten Rechner ein paar Hundert gesammelt und ordentlich sortiert habe. Was für ein Glück, dass ich seinerzeit schon das Add-On Xmarks für Firefox entdeckt habe. Es wurde entwickelt für Leute, die zum Beispiel einen Rechner auf dem Schreibtisch stehen haben und die gelegentlich mit dem Laptop unterwegs sind. Xmarks, das es inzwischen auch für die Browser Google Chrome, Safari von Apple und natürlich für den Internet Explorer gibt, kann die Veränderungen an den Lesezeichen über das Internet abgleichen und erspart so die Mühe, die entsprechenden Dateien hin und her zu kopieren oder die Lesezeichen gar per Hand synchron zu halten. Zum Glück erinnere ich mich an meine Benutzerdaten für den Dienst und bin dadurch nach wenigen Minuten meiner vertrauten Arbeitsumgebung wieder einen Schritt näher gekommen.

Was fehlt sind aber immer noch meine Dateien. Die hole ich mir jetzt auf den neuen Rechner, indem ich die externe Festplatte an eine USB-Schnittstelle hänge und ein Verzeichnis nach dem anderen auf das C-Laufwerk der Festplatte meines neuen Aldi-PC Medion Akoya E4360 D / MD 8338 kopiere. Meine 21631 Fotos belegen 30,6 Gigybyte im neuen Verzeichnis „Bilder“. Rund 20000 Musikdatein finden eine neue Heimat im Verzeichnis „Musik“, das etwa 100 Gigabyte belegt. Der Rest – an die 80000 Texte, Tabellen etc. – zieht um nach „Dokumente“, mit vergleichsweise bescheidenen 12 Gigabyte Speicher. Auch wenn ich in den nächsten Tagen noch jede Menge Programme installieren werde, bleibt angesichts einem nutzbaren Speicherraum von insgesamt 950 Gigabyte sicher genug Platz für die nächsten drei Jahre – jedenfalls solange ich nicht allzu viele Videos produziere.

Daten sind das eine, Einstellungen etwas ganz anderes. Noch immer bin ich nicht bereit, alles von Hand neu einzugeben und so erhält Windows-Easy Transfer eine zweite Chance. Diesmal wähle ich die Option, den Abgleich über eine externe Festplatte vorzunehmen. Die hängt ja praktischerweise noch an dem neuen Rechner ´dran und empfängt nun zunächst das Programm Easy Transfer selbst. Anschließend muss ich wieder mal den Monitor umstöpseln, den alten Rechner anschmeißen und ihm sagen, er möge sich doch bitte  Easy Transfer im entsprechenden Verzeichnis der ebenfalls umgestöpselten externen Festplatt starten. Diesmal geht alles glatt und ich verfolge gebannt, wie mein alter Rechner mir schlappe 6,9 Gigabyte an „Dateien“ zur Übertragung anbietet, in denen die Einstellungen festgehalten sind sowie 152 Gigabyte an „freigegebenen Elementen“. Letzteres entspricht ziemlich genau dem, was ich ohnehin gerade überspielt habe, also deaktiviere ich diese Option und schaue mir die angebotenen Dateien genauer an. Erschreckend, was sich da in den vergangenen viereinhalb Jahren alles angesammelt hat. Immerhin erleichtert mir diese Art der Darstellung eine wesentlich einfachere Trennung von Spreu und Weizen. Geschätzte 80 Prozent dessen, was hier in Verzeichnissen wie „Eigene Dateien“ liegt, lasse ich zurück, den Rest spielt Windows Easy Transfer auf die externe Festplatte.

Easy Transfer – diesmal klappt´s prima

Abgesehen davon, dass ich wieder einmal zum Umstöpseln unter den Schreibtisch krabbeln muss, ist diese Prozedur viel komfortabler als die in Teil 1 beschriebene Art des Umzuges. Und auf dem Neuen, dem „Zielcomputer“ überrascht mich Easy Transfer sogar damit, dass ich erneut aus einer Liste auswählen darf, welche Dateien / Einstellungen ich denn nun ´rüberholen mag. Da ich diese Auswahl bereits beim „Export“ getroffen habe, lasse ich die Einstellungen unverändert und freue mich daran, dass meine Schätze nun endlich da sind, wo sie sein sollen. Hut ab vor Microsoft für eine letzte freudige Überraschung mit Windows Easy Transfer: Unter „Windows-EasyTransfer-Berichte“ finde ich nicht nur eine alphabetische Aufstellung der 11661 übertragenen Dokumente mit altem und neuem Speicherort. Vielmehr verbirgt sich hinter dem Reiter Programmbericht auch eine saubere Aufstellung, welche Programme auf dem alten Rechner installiert waren, samt Angabe des Herstellers und – das erleichert die Übersicht enorm – grün unterlegten Hinweissymbolen, falls die entsprechenden Programme auf dem neuen Rechner (dem Zielcomputer) bereits vorhanden sind.

Das ist in der Tat benutzerfreundlich und beeindruckt mich auch als alten Microsoft-Skeptiker. Der Zeitaufwand bis hierher war übrigens 5 Stunden und 45 Minuten, auch das ist weniger als ich erwartet hatte. Natürlich gibt es noch jede Menge zu tun und vor allem müssen viele jener Programme installiert werden, an die ich mich gewöhnt habe. Welche das sind, welche Probleme es dabei gab und ob nicht die bereits vorinstallierten Programme auf dem neuen Aldi-PC Medion Akoya E4360 D / MD 8338 besser sind, erfahrt Ihr im letzten Teil meines Berichtes: „Das Happy-End„.

4 Gedanken zu „Abenteuer Upgrade: Datenschaukelei mit Easy Transfer“

  1. Vielen Dank für die vier tollen Berichte. Ich habe einen neuen PC bestellt und werde vor den gleichen Probelemen stehen:
    Acer Aspire M7810 Desktop-PC (Intel Core i7 -920 2.6GHz, 12GB RAM, 1500GB HDD, ATI HD 5850, DVD, Win 7 HP)
    Jetzt aber bitte nicht neidisch werden. Auch dieser muss wieder 6 Jahre halten!
    Weiter so!
    Herzliche Grüße
    RADZER

    1. Ich wünsche viel Spaß mit dem neuen Rechner.

      Was meinen angeht, so kamen nach dem „Happy-End“ noch mehrere unangenehme Überraschungen. Mal sehen, ob ich die Zeit finde, dies auch noch alles zu protokollieren…

  2. Vielen Dank für die vier tollen Berichte. Ich habe einen neuen PC bestellt und werde vor den gleichen Probelemen stehen:
    Acer Aspire M7810 Desktop-PC (Intel Core i7 -920 2.6GHz, 12GB RAM, 1500GB HDD, ATI HD 5850, DVD, Win 7 HP)
    Jetzt aber bitte nicht neidisch werden. Auch dieser muss wieder 6 Jahre halten!
    Weiter so!
    Herzliche Grüße
    RADZER

    1. Ich wünsche viel Spaß mit dem neuen Rechner.

      Was meinen angeht, so kamen nach dem „Happy-End“ noch mehrere unangenehme Überraschungen. Mal sehen, ob ich die Zeit finde, dies auch noch alles zu protokollieren…

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