Alles neu macht WordPress 3

Wer hier öfter ´reinschaut wird feststellen, dass mein Blog wieder einmal einen Facelift bekommen hat. Ewig lange wollte ich schon den Header persönlicher gestalten, und als dann vor ein paar Tagen das lang ersehnte Update 3.0 zur Blogger-Software WordPress kam, habe ich diesen Umbruch genutzt und auch die bisherige Vorlage (das Theme bzw. Template) ausgetauscht. Mit dem Standardbild des neuen Standardthemes wollte ich mich nicht zufrieden geben und so habe ich einen halben Tag investiert, die Festplatte nach einigermaßen brauchbaren Fotos durchsucht und aus diesen die obige Kollage gebastelt. Fast wie im Kunstunterricht auf dem Gymnasium, wo der Lehrer zum Entsetzen meiner Mutter das Offensichtliche aussprach: „Michael hat keinerlei künstlerische Begabung“. Bevor ihr nun also über meine bescheidene Fotomontage den Stab brecht,haltet inne und bedenket: Wenn ich eine meiner Zeichnungen eingescannt hätte, wäre es noch viel schlimmer!

Tatsächlich ist es mit WordPress 3.0 wieder einmal einfacher geworden, eine eigene Webseite aufzubauen, zu verwalten und den persönlichen Bedürfnissen anzupassen. Mein Dank dafür gilt all den Freiwilligen, die sich hier eingebracht haben. Ähnlich wie bei  Wikipedia steht das Ergebnis allen zur Verfügung und als Open Source Software kann jeder WordPress kostenlos hier herunterladen und sowohl für private wie auch geschäftliche Zwecke nutzen.

Warum die neue Version nicht nur eine schnöde Nummer (3.0) bekommen hat, sondern auch den Namen „Thelonius“, darüber läßt sich trefflich spekulieren. Der erste Eintrag, den Google zu diesem Stichwort vorschlägt ist der schwarze Jazzmusiker Thelonius Monk, der mit seinem eigensinnigen Klavierstil zu den Gründern des Bebop gehört. Das groovt, wie man hier auf YouTube hören und sehen kann:

WordPress 3.0 groovt irgendwie auch, und was an dieser Version alles neu ist, kann man hier nachlesen. Nachdem ich meine erste Webseite noch mit einem primitiven HTML-Editor geschrieben habe, die zweite Runde mit dem Kaufprogramm Net Objects Fusion und zwischendurch auch mit dem ebenso wie WordPress kostenlosen Programm Joomla, bin ich mittlerweile ein überzeugter WordPress-Fan. Neben meinen eigenen, derzeit vier, Webseiten habe ich auch ein paar weitere für Freunde erstellt und dabei festgestellt, dass es längst nicht nur zum Bloggen geeignet ist, sondern durchaus auch als vollwertiges Content-Management-System (CMS) taugt. Zudem gibt es eine große Zahl kostenloser Vorlagen (so genannte Themes) plus unzählige weitere, die gegen Bares angeboten werden. Mit so genannten Plug-Ins kann man nach dem Baukastenprinzip seine Webseite mit zusätzlichen Funktionen ausstatten. Ein Newsletter? Kein Problem! Vorgefertige Kontaktformulare, Haftungsausschlüsse und andere Nettigkeiten finden sich ebenso wie Plug-Ins zum Einbinden von Google-Anzeigen oder für die Auswertung der Besucherzahlen. Die Möglichkeiten sind beeindruckend und für mich als „Web-Builder“ erweist es sich oftmals als das größte Problem, dass die Kunden angesichts der Bazillionen von Angeboten überwältigt sind.

Verwalten lässt sich das Ganze, wenn es denn erst einmal eingerichtet ist, mit einer recht komfortablen Benutzeroberfläche. Jeder, der eine Textverabeitung bedienen kann, kann dort Artikel schreiben, die vom System automatisch nach frei zu vergebenden Stichworten und Kategorien sortiert werden; oder man schafft Seiten, die im Gegensatz zu den Artikeln nicht nach Aktualität sortiert werden, sondern die auf der Webseite einen festen Platz bekommen. Bilder, Audiodateien und sonstige Dokumente lassen sich einfachst in die Texte einbinden, auf Wunsch auch mithilfe spezieller Plug-Ins, die das Ganze in Form von Galerien präsentieren oder als Diaschauen abspielen.

Die Updates der Plug-Ins, die ja ständig weiter entwickelt werden, funktionierten bei mir immer reibungslos, beim Update auf die jüngsten 2.8er und 2.9er Versionen allerdings hakte es schon mal bei meinem Provider 1&1 und den Sprung auf 3.0 hat er mir in zwei von vier Fällen ebenfalls verweigert. Abhilfe fand ich nach einiger Googelei bei einem Technik-orientierten Blog namens Compboard. Dieser Artikel hier hatte alle Tricks ordentlich aufgeschrieben und mir sogar geholfen, meine Datenbank bei 1&1 upzugraden, ohne dass die ganze Kiste auseinander gefallen wäre. Danke dafür und Dank auch allen Lesern, die mich auf diesem Ausflug hinter die Kulissen begleitet haben. Der nächste Text wird wieder ganz anderer Natur sein, da verrate ich Euch nämlich mit vielen schönen Bildern, was man beim Camping-Urlaub an der Cote d´Azur so alles erleben kann…

2 Gedanken zu „Alles neu macht WordPress 3“

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