Test & Gebrauch: Medion Akoya E1226 (MD98570)

Wieder einmal bin ich zu Aldi gepilgert und habe mir einen Computer gekauft. Genauer: Das Netbook Medion Akoya E1226 zum Preis von 299 Euro. Warum das Teil noch eine zweite Typennummer braucht (MD98570), weiß der Teufel. Ich nehme meinen Neukauf jedenfalls zum Anlass, auch über dieses Gerät zu schreiben. Schließlich will ich weiterhin Nützliches bieten, und mein vierteiliger Test inklusive der Gebrauchsanleitung zum Datentransfer für einen Aldi-PC, die ich vor zwei Jahren verfasst habe, gehören mit über 16000 Aufrufen zu den meistgelesenen Artikeln auf dieser Webseite.

Fortgeschrittene Anwender und gestresste Leute, denen die Zeit für längliche Besprechungen fehlt, können sich mein Geseiere übrigens sparen – sie werden hier höchstwahrscheinlich nichts Neues lernen. Ihnen seien zwei gute Testberichte empfohlen, die zusammen ein ziemlich rundes Bild des Aldi-Netbook Medion Akoya E1226 (MD98570) geben:

  • Michael Spehr, der sonst eher Apple-Produkte vorzuziehen scheint, titelt in der online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: Gute Karten für das neue Netbook von Aldi. Meine Kurzzusammenfassung des Artikels: Als Zweit- oder Drittgerät sei das Teil o.k. und „verflixt günstig“, nur leider voller überflüssiger Software, die man erst mühsam entfernen muss, um Speicherplatz frei zu machen.
  • Die Computerbild hat auch wieder einen Test und berichtet zudem, was der Neue im Vergleich zu seinem Vorgänger Medion Akoya E1222 besser kann. Der Rechenzwerg sei gut für Büroarbeiten und das Surfen im Internet ausgerüstet, aber zu langsam für Spiele oder die Bildbearbeitung, heißt es dort.

Beider Tester bemängeln übrigens den stark reflektierenden Bildschirm. Und nachdem ich das Gerät nun auch erstmals mit dem Akku betrieben habe, kann ich bestätigen, dass der auch die angegebenen fünf Stunden Laufzeit liefert (gerade so).

Nun zu meinen weiteren Erfahrungen – wenn Ihr noch mitlest. Ich werde sie auch diesmal wieder in mehrere Abschnitte aufteilen und diese in den ersten Wochen des Betriebes hier einstellen. Diesmal fange ich allerdings ganz von vorne an und will versuchen, auch für absolute Anfänger den einen oder anderen Tipp einzuflechten.

Der erste Tipp lautet: Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Dies gilt besonders für diejenigen, die die Bedienungsanleitung ihres neuen Netbooks lesen. Dort gibt es z.B. auf Seite 91 ein Glossar zur Erklärung vieler Fachausdrücke, eine Kurzbeschreibung der Windows-Oberfläche (ab Seite 21) und eine Anleitung zum Umgang mit dem Touchpad (ausgesprochen „Tatschpäd“), das beim Laptop als Ersatz für die Computermaus dient.

Bis zu 30 Minuten kann die komplette Einrichtung dauern, warnt die Betriebsanleitung für das neue Aldi-Netbook schon vorab. Und wenn ich die Zeit zum Auspacken, unter den Tisch krabbeln und das ermitteln der Zugangsdaten für mein heimisches drahtloses Netzwerk (W-LAN) mitrechne, dann stimmt das auch. Meistens stehen diese Angaben übrigens auf der Rückseite des Gerätes (W-LAN-Router). Beim Akoya E1226 sind die Voreinstellungen alle richtig und man kann sie per Mausklick übernehmen bzw. mit einem Fingertippen auf das Touchpad.

Anscheinend habe ich alles richtig gemacht, denn mich begrüßen auf dem auffallend hellen Bildschirm jede Menge Ikonen und ein erster Sicherheitshinweis, ob ich meinen neuen Netbook für andere Blutooth-Geräte sichtbar machen will. Das will ich erst mal nicht, und da ich vorhabe, an diesem Nachmittag das Gerät komplett nach meinen Bedürfnissen einzurichten, mache ich mich auch gleich daran, richtig aufzuräumen.

Minianwendungen auswählen

Zum Aufräumen braucht man einen Papierkorb, und den ziehe ich erst ´mal in die rechte untere Bildschirmecke. Die ersten „Abfälle“ sind die Minianwendungen von ebay und Aldi, die ich schließe. Dann klicke ich in die große Uhr, halte die linke Seite im unteren Teil meines Touchpads gedrückt und ziehe die Uhr zum rechten oberen Bildschirmrand. Mit einem Rechtsklick auf  einen leeren Teil des Bildschirms mache ich weitere Minianwendungen sichtbar, und finde auf Seite 2 des Fensters, da sich hier geöffnet hat, das „Wetter“. Nach einem Doppelklick auf die freundliche Sonne gesellt diese sich unter die Uhr, und da ich vorerst keine weiteren Minianwendungen beziehen will, schließe ich das Kästchen. Die Optionen zur Einstellung des „Wetterkastens“ werden sichtbar, sobald man den Mauszeiger über die Sonne führt. Ein Klick auf den Schraubenschlüssel öffnet ein Fenster und ich gebe meinen aktuellen Aufenthaltsort ein: Offenburg. Alternativ kann man hier auch die Postleitzahl eingeben, allerdings werden kleinere Orte wie z.B. Ichenheim nicht gefunden.

Desktop aufräumen

Desktop ist das englische Wort für Schreibtisch und meint in diesem Fall die Oberfläche des Bildschirms. Wenn gerade keine Programme laufen, ist sie oft zugemüllt mit sogenannten Ikonen, die für bestimmte Dienste werben. Ich brauche weder den Aldi Blumen-Service, noch will ich von hier direkt auf die Internetseite des Discounters springen, eine Reise buchen oder einen Mobilfunkvertrag abschließen. Also weg mit all diesen Ikonen – rechts unten steht ja der noch leere Papierkorb. Am schnellsten geht es, wenn man die Taste „Strg“ links unten auf der Tastatur gedrückt hält, und dann alle unliebsamen Ikonen mit der rechten Maustauste anklickt. Dann hält man die linke Maustaste gedrückt (entsprechend dem linken unteren Eck des Touchpads) und zieht sämtliche markierten Ikonen auf das Papierkorb-Symbol. Jetzt die linke Maustaste loslassen, und schon sieht die Arbeitsoberfläche viel aufgeräumter aus.

Die deutschsprachige Anleitung finden

Entschuldigt bitte, wenn Euch die Erklärungen nerven und Ihr bereits wisst, dass ein Laptop-Computer in der Regel statt einer Maus ein Touchpad hat. Ihr gehört damit fast schon zur Elite der Computeranwender 😉 und ich will es in diesem Artikel auch mit einem letzten Hinweis belassen: Nicht nur für absolute Anfänger, sondern auch für Umsteiger auf das Betriebssystem Windows 7  lohnt es sich, die Anleitung „Erste Schritte / Windows 7 kennenlernen“ zu lesen. Die findet sich im Startmenü, das sich öffnet, wenn man auf das Windows-Symbol in der linken unteren Bildschirmecke klickt. Ziemlich blöd und schlampig finde ich es allerdings, dass sich mit dem Klick auf „Windows 7 kennenlernen“ die englischsprachige Anleitung öffnet. Statt nun verärgert den Rechner abzuschalten möchte ich Euch zeigen, was der größte Softwarehersteller der Welt nicht auf die Reihe gekriegt hat: Hier klicken für die deutschsprachige Anleitung. Allerdings braucht Ihr Euch das Video hier gar nicht erst anzuschauen, denn es ist ebenfalls in englisch! So muss man also bis zum unteren Ende der Seite gehen, wo sich unter verschiedene Registerkarten endlich die deutschsprachigen Anleitungen verstecken. Liebe Microsoft-Leute: Das solltet Ihr besser machen!

Von den Lesern, die mit bis hierhin gefolgt sind, verabschiede mich für heute und mache mich an den zweiten Teil meiner Gebrauchsanweisung: Wie man das Netbook Medion Akoya E1226 (und andere Computer) entrümpelt und sicherer macht.

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