Zu wenig Speicher bei 1&1

Bitte beachten: Das Problem ist jetzt gelöst – mit einem Umzug zu meinem neuen Provider UD Media. Vielleicht interessiert sie Euch aber trotzdem, diese meine Geschichte, die ursprünglich auf dem Blog stand:

Da ich mittlerweile ein Dutzend eigene und fremde Websites betreibe, möchte ich heute das Problem des nicht ausreichenden Arbeitsspeichers unter WordPress ansprechen, von dem ich immer wieder ausgebremst wurde. Alle Normalos können jetzt also abschalten und weiterklicken.

Wer aber so wie ich gerne mit WordPress arbeitet, der kostenlosen und meistgenutzten Software für Blogger, der wird sich vielleicht auch schon über eine zu langsame Performance geärgert haben. Oder man wollte das Update auf eine neue WordPress-Version vollziehen, oder das Bild in der Kopfzeile (den Banner) austauschen und bekam daraufhin eine Fehlermeldung mit dem Inhalt: „Fatal error: Out of memory (tried to allocate nnn bytes)…”

Also habe ich fleißig herumgegoogelt und allerlei Tipps gefunden, die in den vergangenen Jahren mal mehr und mal weniger gut geholfen haben. Funktioniert hat es manchmal, in einer Datei namens wp-config.php mit einem Editor schlicht einen größeren Speicherbedarf anzumelden. Dazu fügt man folgende Zeilen ein:

/**
* Erweiterung des Speichers
*/

define(‚WP_MEMORY_LIMIT‘, ’64M‘);

… und fertig ist die Gartenlaube. Manchmal jedenfalls. Offenbar gibt es aber viele Provider – darunter 1&1 – die diesen Trick nicht (mehr) erlauben. Arbeitsspeicher ist teuer, und wie mich ein freundlicher Herr beim Kundendienst von udmedia belehrte, ist die Größe des Speichers eine der wichtigsten Säulen für die Kalkulation. Dafür habe ich natürlich Verständnis.

Ärgerlich ist es aber, wenn die Provider dazu keine klaren Angaben machen, mit nur scheinbar günstigen Angeboten Kunden werben, und diese dann kalt lächelnd an die Wand laufen lassen, wenn eine eben noch prima funzende Webseite auf einmal stecken bleibt, weil der Provider neue Software aufgespielt hat.

So geschehen bei 1&1, wo ich seit vielen Jahren Kunde war und wo man mir erklärte, ich solle halt ein größeres Paket buchen. Zum Beispiel von der „Homepage perfect“ auf die „Dual Advanced“ wechseln – und dafür statt 9,99 Euro nun 14,99 Euro / Monat zahlen. Was einer Preiserhöhung von 50 Prozent entspricht. Oder brauche ich vielleicht sogar ein Upgrade auf das Paket „Dual Unlimited“? Mit 29,99 Euro wäre ich dabei – und hätte dann drei Mal so viel gezahlt wie zuvor!

Wenn die Homepage aber schon „perfect“ ist und mich nicht zufrieden stellt, warum sollte ich dann erneut auf das Werbesprech herein fallen? „Advanced“ klingt für mich jedenfalls weniger gut als „perfect“. Und ich habe mich gefragt: Wenn schon „perfect“ nicht reicht, warum sollte es dann bei „unlimited“ anders sein?

Nein meine Herren, auf solche Spielchen hatte ich keine Lust. Und auch die 1000 E-Mail-Adressen, den online-Speicherplatz oder die maktschreierisch angebotene „kostenlose“ Software dazu brauchte ich nicht wirklich – zumal ich all dies bei Google & Co. besser haben kann.

Nebenbei bemerkt würde ich mir wünschen, dass das Verbraucherschutzminsterium sämtliche irreführende Werbung verbietet, bei der irgendwo das Wort „kostenlos“ auftaucht. Wenn man de facto einen 2-Jahresvertrag abschließt und dafür unterm Strich hunderte von Euro bezahlen muss, ist dies das Gegenteil von kostenlos. Dass diese Unsitte inzwischen bei den meisten Mobilfunk- und Internetverträgen anzutreffen ist, ohne dass der Gesetzgeber dem einen Riegel vorschiebt, ist ein Armutszeugnis. Man vergleiche dies mit dem absurden Aufwand, den die gleichen Leute betreiben, um uns vor den angeblichen Risiken gentechnisch veränderter Kartoffeln zu schützen! Aber ich schweife ab…

Zurück zu 1&1: Ich fühlte mich also verschaukelt und bin umgezogen. Auch meinen Beziehung als „Profiseller“ für diese Firma habe ich aufgekündigt, denn einen Service, mit dem ich selbst nicht zufrieden war, konnte ich ja wohl kaum guten Gewissens gegen Provision empfehlen. Zunächst hatte ich bei meinem neuen Provider udmedia übrigens nur eine neue Domain mit Inhalten gefüllt – nämlich diese hier. Die Neuinstallation von WordPress dort ging reibungslos und bei den „echten“ Umzügen meiner anderen Webseiten mitsamt den Inhalten und MySQL-Datenbanken bekam ich mehrfach, prompt und kompetent telefonische Hilfe (oder auch per E-Mail), von echten Menschen!

Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Anbieter, wie man z.B. hier nachlesen kann. Und wer sich die Mühe ersparen möchte, bei 1&1 heraus zu finden, wieviel Arbeitspeicher für seine WordPress-Installation bereit steht, für den hat der „Mountain Prophet“ die Daten der verschiedenen Pakete hier zusammen gestellt. Aber wie gesagt: Das ist jetzt nicht mehr mein Problem…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.