Über Michel

„Was ich mir denke passt – auch wenn ich mich sehr beschränke – nicht auf einen Knopf an meiner Brust”, hat der Liedermacher Reinhard May einmal gesungen.

Mir geht es genau so, und deshalb ist meine Biographie hier auch etwas länger ausgefallen. Für die ganz Eiligen habe ich aber eine Kurzversion:

Michael Simm ist 55 Jahre alt, lebt in Offenburg und verdient sein Geld als Journalist für Medizin & Wissenschaft. Außer diesem Blog unterhält und betreut er noch ein halbes Dutzend weitere Webseiten. Er fährt gerne mit dem Mountainbike durch den Schwarzwald, hält sich für einen Weltverbesserer und ist trotz allem Optimist.Eine halbwegs aktuelle Übersicht seiner Aktivitäten finden Sie unter Michels Profil bei Google. Sie wollen mehr wissen? Nun gut. Es folgt der Versuch einer Autobiographie 😉

Die frühen Jahre: Sitzenbleiber & verhinderter Genklempner

  • geboren in Heidelberg vor einem halben Jahrhundert bin ich aufgewachsen im schönen und nur wenige kilometer Neckar-aufwärts gelegenen Städtchen Neckargemünd. Verheißungsvoller Start einer Karriere als Naturforscher: Ich sammle Steine, Muscheln, Käfer und anderes Getier, beobachte Vögel, ziehe Kaulquappen und Salamanderlarven auf, züchte Guppys und andere Aquarienfische und bringe zum Entsetzen meiner Mutter Molche, Eidechsen und Blindschleichen ins Haus. Sie beruhigt sich wieder, als ich das Lesen entdecke, meinen Privatzoo wieder auflöse und mich statt dessen einer stetig wachsenden Briefmarkensammlung widme.
  • Das Ablenkmanöver gelingt, denn innerlich habe ich längst beschlossen, Tierfilmer zu werden. Meine Helden heißen Bernhard Grzimek und Jacques Cousteau, Heinz Sielmann und Eugen Schuhmacher. Winnetou finde ist aber auch gut, und wenn ich groß bin will ich nach Amerika.
  • Spaß an der Schule hatte ich keinen, die aufgezwungen Interpretationen im Deutschunterricht fand ich doof, die Lateinstunden völlig überflüssig. Mathe habe ich nicht kapiert und außerdem gab es immer etwas Wichtigers, als die Hausaufgaben zu machen. In der neunten Klasse bin ich dann am Gymnasium Neckargemünd völlig zu Recht und mit Pauken und Trompeten sitzen geblieben.
  • Lag´s an den Lehrern und der Schule, lag´s an den neuen Freunden, meiner ersten Freundin Gabi oder vielleicht auch ein bisschen an mir? Jedenfalls habe ich nach einem Wechsel ans Gymnasium des Englischen Instituts in Heidelberg ziemlich schnell die Kurve gekriegt. Meinen Plan, Bernhard Grzimek zu beerben, musste ich aber fallen lassen, den ich bin allergisch gegen Tierhaare, habe Heuschnupfen und kriege Juckreiz und tränende Augen, sobald ich mich ins Freie bewege.
  • „Na gut, dann werde ich eben ein berühmter Forscher“, lautete der Beschluss. Inspiriert und fasziniert von den Möglichkeiten der modernen Biologie und einer Autobiographie des Nobelpreisträgers James Watson, in der alles ganz einfach klang, (außerdem unter Druck wegen einer hochriskanten Getränkewette) knackte ich sogar den Numerus clausus, fuhr mit Freunden 10 Wochen kreuz und quer durch die USA und ward anschließend ein neuer Mensch: Ein Student!
  • Doch oh weh und ach: Eigentlich wollte ich doch nur mit Gentechnik die Welt verbessern, zum Beispiel ein paar Bakterien züchten, die Dioxin wegfressen oder einen Impfstoff gegen Aids entwickeln. Und nun stand ich da in meiner Lieblingskneipe, der Ratsschänke, und musste mich rechtfertigen vor angehenden Bankern und Juristen, vor Romanisten und zukünftigen Taxifahrern, die mich allesamt für einen verkappten Frankenstein halten. Leuten wie mir müsste man das Handwerk legen hieß es, denn „Ihr bringt uns noch alle um!“.
  • Dass auch ich fleißig gegen Kernkraftwerke protestiert habe, dass ich mich für selbstkritisch halte und gut informiert zählte nicht. Ein Berufsverbot musste her für Leute wie mich! Dieter Nuhr hätte gesagt: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten“. Wir aber ertränkten unsere Meinungsverschiedenheiten in Pils und Tequila, berauschten uns zusätzlich an der Rockmusik der 80er Jahre – und ich bewarb mich für ein Stipendium nach Kalifornien. Vielleicht, so denke ich im Rückblick, waren es ja diese Abende in der Ratsschänke, die mir das Gefühl gaben, ich müsste anderen die Welt erklären und Journalist für Medizin & Wissenschaft werden?

7 Gedanken zu „Über Michel“

  1. Hey, du bist ja ein witziger Tüp.
    Ich werde deine Seite tatsächlich mit einem Lesezeichen versehen…
    Deine Seite über die PC Entmüllungstipps, meine ich.

    Soll ich mir nun das AldiNetbook kaufen oder nicht?
    Werde weiterforschen.

    Grüße!

    1. Danke für die Blumen!
      Bei mir funzt das Aldi-Teil gut, ist vor allem leicht und klein und hat ´ne lange Batteriezeit (5:20). Wenn man z.B. auf Windows 7 Starter aufrüsten will, ist es empfehlenswert. Andererseits habe ich dafür einen Asus EeePC 1005 ausgemustert, der vor drei Jahren 400 Euro kostete, mit Windows XP kam, und der im Vergleich nicht spürbar langsamer ist oder sonstige Schwächen hatte…

  2. Hey, du bist ja ein witziger Tüp.
    Ich werde deine Seite tatsächlich mit einem Lesezeichen versehen…
    Deine Seite über die PC Entmüllungstipps, meine ich.

    Soll ich mir nun das AldiNetbook kaufen oder nicht?
    Werde weiterforschen.

    Grüße!

    1. Danke für die Blumen!
      Bei mir funzt das Aldi-Teil gut, ist vor allem leicht und klein und hat ´ne lange Batteriezeit (5:20). Wenn man z.B. auf Windows 7 Starter aufrüsten will, ist es empfehlenswert. Andererseits habe ich dafür einen Asus EeePC 1005 ausgemustert, der vor drei Jahren 400 Euro kostete, mit Windows XP kam, und der im Vergleich nicht spürbar langsamer ist oder sonstige Schwächen hatte…

  3. Hi Michel,
    bin gerade am Umsteigen von XP -> Windows 7 64bit. Da kam dein interessanter Bericht „Abenteuer Upgrade“ gerade recht. – Vielen Dank dafür!

    In einer Antwort (Teil 4) schreibst du etwas geheimnisvoll:
    Zitatanfang: „Michel sagt: 24/03/2010 um 09:39
    Ich wünsche viel Spaß mit dem neuen Rechner.
    Was meinen angeht, so kamen nach dem “Happy-End” noch mehrere unangenehme Überraschungen. Mal sehen, ob ich die Zeit finde, dies auch noch alles zu protokollieren…“ Zitatende.

    Ich habe versucht, in deinem Blog diesbezügliche Infos zu finden – leider ohne Erfolg!
    Habe ich Tomaten auf den Augen oder hast du noch nichts geschrieben?

    Was bitte waren denn diese „mehrere unangenehme Überraschungen“???
    Das würde mich vor meinem Umstieg schon brennend interessieren.

    Danke für eine Info!
    Machs gut.
    Paiter

  4. Hi Michel,
    bin gerade am Umsteigen von XP -> Windows 7 64bit. Da kam dein interessanter Bericht „Abenteuer Upgrade“ gerade recht. – Vielen Dank dafür!

    In einer Antwort (Teil 4) schreibst du etwas geheimnisvoll:
    Zitatanfang: „Michel sagt: 24/03/2010 um 09:39
    Ich wünsche viel Spaß mit dem neuen Rechner.
    Was meinen angeht, so kamen nach dem “Happy-End” noch mehrere unangenehme Überraschungen. Mal sehen, ob ich die Zeit finde, dies auch noch alles zu protokollieren…“ Zitatende.

    Ich habe versucht, in deinem Blog diesbezügliche Infos zu finden – leider ohne Erfolg!
    Habe ich Tomaten auf den Augen oder hast du noch nichts geschrieben?

    Was bitte waren denn diese „mehrere unangenehme Überraschungen“???
    Das würde mich vor meinem Umstieg schon brennend interessieren.

    Danke für eine Info!
    Machs gut.
    Paiter

    1. Hallo Paiter,

      Tomaten hast Du keine auf den Augen, ich habe es einfach nicht mehr geschafft, alles zu protokollieren, wie ich das ursprünglich geplant hatte. Ein Problem war aber die Anbindung einer 1TB-Festplatte, die ich fast zeitgleich bei Aldi gekauft hatte, und die sich dann als inkompatibel mit dem Chipsatz des Rechners erwies. Zwischendurch habe ich dann gar keine externen Festplatten mehr nutzen können und aktuell kriege ich das Service-Pack 1 nicht installiert. Na ja, wenn man so wie ich 120 Programme installiert hat und ständig alles optimieren will ist das womöglich unter dem Strich ´ne große Zeitverschwendung.

      Auf die 64-Bit-Version will ich auch umsteigen und werde dafür womöglich den Rechner komplett platt machen und neu aufsetzten, denn der „fliegende Wechsel“ scheint mir zu problemträchtig. Dir wünsche ich viel Erfolg bei diesem Unternehmen und würde mich freuen, wenn Du hier Deine Erfahrung hinterlässt.

      Damit grüßt

      der Michel

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