Hinter den Kulissen

… ist einiges hinzu gekommen in den vergangenen Tagen. Neue Beiträge wurden aus dem alten Blog importiert, ebenso von meiner Webseite „gegen-den-euro.de“.

Damit finden Sie hier jetzt ein Dutzend neuer Beiträge zu Reisen in den vergangenen Jahren. Auch können Sie meine Argumente gegen den Eurorettungsschirm im speziellen und die uns aufgezwungene Weichwährung im Allgemein nachlesen, von denen einige (leider) im Licht der jüngsten Entwicklungen schon als erfüllte Prophezeiungen erscheinen. Zum Kampf gegen den Euro gehört inzwischen untrennbar der Kampf für mehr Demokratie, und auch über das Staatsfernsehen kann ich mich ereifern, sodass ich diese Beiträge in Form der REIZ-Themen hervorgehoben habe.

Ein subtiler Umbau der Menüs, sowie die Vereinheitlichung von Schlagwörtern und Kategorien sind ebenfalls gerade im Gange. Ich freue mich, dass die Zahl der Besuche rapide ansteigt und sich binnen eines Monats verdoppelt hat, obwohl ein Großteil der jüngsten Beiträge doch eher einem Aussenseiterthema gewidmet waren, dem Birding. In den nächsten Wochen plane ich nun eine Artikel-Folge zum Thema „Soziale Medien“, zu Facebook also und Twitter, aber auch zu Foursquare und der Handy-App Path, dazwischen eingesprenkelt ein paar Tipps für Touren in die nähere Umgebung und Ergänzungen meiner Hinweise für Vogelfreunde. Mein Abschiedswunsch für heute:

Wenn Ihnen Michels Universum gefällt, empfehlen sie mich weiter, wenn nicht: Behalten sie es für sich 😉

Top-Blogger sind vernetzt, sozial und einflussreich

Nicht alles, was hier steht, ist auf meinem Mist gewachsen und gelegentlich flattern mir Pressemitteilungen auf den Tisch, die interessant genug sind, um sie auszuschlachten und hier wiederzugeben. Deshalb hier nun ein paar Auszüge aus solch einer Pressemitteilung (PM) der Universität Hannover, für alle, die – so wie ich – an ihrer „Internet-Karriere“ arbeiten.

In drei Studien haben Wissenschaftler am Institut für Marketing und Management der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hannover jeweils mehrere hundert Frauen und Männer zu den Themenbereichen „Fashion“, „Automobil“ und „Finanzprodukten“ befragt. Sie wollten damit herausfinden, was diejenigen auszeichnet, die andere besonders gut beeinflussen können. Denn Einfluß ist gerade im Internet auf dem besten Weg, zur Ersatzwährung zu werden, oder, wie die PM erklärt:

Fünf Sterne bei Amazon, ein „Gefällt mir”-Button bei Facebook, eine Empfehlung in einem Blog oder eine positive Bewertung auf (einer) Produkttester-Homepage (…) – mittlerweile entscheiden Empfehlungen im Internet maßgeblich über den Erfolg oder Misserfolg eines Produkts, sei es eine Digitalkamera, ein Buch oder ein Auto. Der Einfluss, den Firmen über herkömmliche Wege wie Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, Radio- oder Fernsehwerbung nehmen, geht zurück, seit sich die moderne „Mundpropaganda“ mehr und mehr ins World Wide Web verlagert und dort Blüten treibt. Doch wer sind die sozialen Beeinflusser im Internet? Welche Eigenschaften zeichnen die einflussreichsten Multiplikatoren aus?

Unsere Typologisierung hilft Unternehmen dabei, die Konsumenten mit dem größten Multiplikator-Potenzial zu identifizieren und gezielt anzusprechen“, erläutert Dipl.-Ök. Sascha Langner, der gemeinsam mit Dr. Nadine Hennigs unter der Leitung von Prof. Klaus-Peter Wiedmann an dem Projekt arbeitet.

Die besonders Einflussreichen zeichnen sich demnach aus durch eine „überaus große soziale Vernetzung bei gleichzeitig stark ausgeprägten persönlichen Fähigkeiten …, Menschen zu beeinflussen“. Und weiter: „Die allermeisten Top-Blogger gehören zu diesem Typus“, sagt Sascha Langner.

Gleich zwei Mal wird in der Pressemitteilung auf das Testportal Trnd.com verlinkt, laut Eigenauskunft die größte europäischen Marketing-Community, die „das Ende der nervigen Werbung“ einläuten will, indem sie diese durch Mundpropaganda ersetzt. Auch ein interessantes Geschäftsmodell, wirkt diese Plattform doch als (sicher nicht schlecht bezahlter) Vermittler zwischen den Konsumenten, die das eine oder andere Produkt gegen einen kleinen Testbericht umsonst ergattern können, und Firmen wie Birkel, Henkel oder Microsoft, denen man dann auch gleich noch die Auswertungen der Mitgliederbewertungen verkauft. Clever, das.

Vielleicht schaut Ihr ja mal dort vorbei und staubt ein nettes Handy ab – ich habe mich einstweilen gegen eine Mitgliedschaft bei Trnd.com entschieden. Dank dieser tollen Pressemitteilung weiß ich ja nun, wie ich zum Top-Blogger werde – und dann werden diese Firmen mir hinterherlaufen, und nicht ich ihnen 😉

Guten Morgen, Welt!

Nein, das ist nicht Costa Rica, sondern der Blick aus dem Fenster an diesem frostigen Wintermorgen auf die Felder von Ichenheim:

Es schöner Ausblick, mit dem ich gleichzeitig den erfolgreichen Umzug aller meiner Webseiten von 1&1 zu meinem neuen Provider UD Media bekannt gebe. Damit sollten die lästigen Fehlermeldungen wegen des zu knapp bemessenen Speichers der Vergangenheit angehören, meine Nerven geschont und häufigere Updates möglich werden.

Auch sonst orientiere ich mich an Peter Fox und mache ´mal wieder: Alles Neu

Soll heißen, dass ich mit dem Umzug auch eine größere Umstrukturierung und Vereinheitlichung meiner Webseiten begonnen habe. Nicht nur meine Freunde haben sich nämlich beklagt, dass sie allmählich den Überblick verlieren und keine Lust haben, jeweils ein halbes Dutzend Webseiten abzusurfen um zu sehen, was es bei mir Neues gibt. Kurz gesagt sollen meine „Ansichten, Einsichten und Entdeckungen“ ebenso wie Reiseberichte, Fahrrad- und Mountainbiketouren, mein Anti-Euro-Geschwafel und überhaupt alles, was für Euch interessant und nützlich sein könnte, künftig auf dieser einen Seite – Michels Universum – zu finden sein. Lediglich die Auswahl meiner Wissenschaftsartikel und die Neuigkeiten aus der Hirnforschung, die ich als Fachjournalist produziere behalten ihren angestammten Platz und ich hoffe, mit dieser Aufteilung den jeweiligen Zielgruppen am besten gerecht werde.

Zu wenig Speicher bei 1&1

Bitte beachten: Das Problem ist jetzt gelöst – mit einem Umzug zu meinem neuen Provider UD Media. Vielleicht interessiert sie Euch aber trotzdem, diese meine Geschichte, die ursprünglich auf dem Blog stand:

Da ich mittlerweile ein Dutzend eigene und fremde Websites betreibe, möchte ich heute das Problem des nicht ausreichenden Arbeitsspeichers unter WordPress ansprechen, von dem ich immer wieder ausgebremst wurde. Alle Normalos können jetzt also abschalten und weiterklicken.

Wer aber so wie ich gerne mit WordPress arbeitet, der kostenlosen und meistgenutzten Software für Blogger, der wird sich vielleicht auch schon über eine zu langsame Performance geärgert haben. Oder man wollte das Update auf eine neue WordPress-Version vollziehen, oder das Bild in der Kopfzeile (den Banner) austauschen und bekam daraufhin eine Fehlermeldung mit dem Inhalt: „Fatal error: Out of memory (tried to allocate nnn bytes)…”

Also habe ich fleißig herumgegoogelt und allerlei Tipps gefunden, die in den vergangenen Jahren mal mehr und mal weniger gut geholfen haben. Funktioniert hat es manchmal, in einer Datei namens wp-config.php mit einem Editor schlicht einen größeren Speicherbedarf anzumelden. Dazu fügt man folgende Zeilen ein:

/**
* Erweiterung des Speichers
*/

define(‚WP_MEMORY_LIMIT‘, ’64M‘);

… und fertig ist die Gartenlaube. Manchmal jedenfalls. Offenbar gibt es aber viele Provider – darunter 1&1 – die diesen Trick nicht (mehr) erlauben. Arbeitsspeicher ist teuer, und wie mich ein freundlicher Herr beim Kundendienst von udmedia belehrte, ist die Größe des Speichers eine der wichtigsten Säulen für die Kalkulation. Dafür habe ich natürlich Verständnis.

Ärgerlich ist es aber, wenn die Provider dazu keine klaren Angaben machen, mit nur scheinbar günstigen Angeboten Kunden werben, und diese dann kalt lächelnd an die Wand laufen lassen, wenn eine eben noch prima funzende Webseite auf einmal stecken bleibt, weil der Provider neue Software aufgespielt hat.

So geschehen bei 1&1, wo ich seit vielen Jahren Kunde war und wo man mir erklärte, ich solle halt ein größeres Paket buchen. Zum Beispiel von der „Homepage perfect“ auf die „Dual Advanced“ wechseln – und dafür statt 9,99 Euro nun 14,99 Euro / Monat zahlen. Was einer Preiserhöhung von 50 Prozent entspricht. Oder brauche ich vielleicht sogar ein Upgrade auf das Paket „Dual Unlimited“? Mit 29,99 Euro wäre ich dabei – und hätte dann drei Mal so viel gezahlt wie zuvor!

Wenn die Homepage aber schon „perfect“ ist und mich nicht zufrieden stellt, warum sollte ich dann erneut auf das Werbesprech herein fallen? „Advanced“ klingt für mich jedenfalls weniger gut als „perfect“. Und ich habe mich gefragt: Wenn schon „perfect“ nicht reicht, warum sollte es dann bei „unlimited“ anders sein?

Nein meine Herren, auf solche Spielchen hatte ich keine Lust. Und auch die 1000 E-Mail-Adressen, den online-Speicherplatz oder die maktschreierisch angebotene „kostenlose“ Software dazu brauchte ich nicht wirklich – zumal ich all dies bei Google & Co. besser haben kann.

Nebenbei bemerkt würde ich mir wünschen, dass das Verbraucherschutzminsterium sämtliche irreführende Werbung verbietet, bei der irgendwo das Wort „kostenlos“ auftaucht. Wenn man de facto einen 2-Jahresvertrag abschließt und dafür unterm Strich hunderte von Euro bezahlen muss, ist dies das Gegenteil von kostenlos. Dass diese Unsitte inzwischen bei den meisten Mobilfunk- und Internetverträgen anzutreffen ist, ohne dass der Gesetzgeber dem einen Riegel vorschiebt, ist ein Armutszeugnis. Man vergleiche dies mit dem absurden Aufwand, den die gleichen Leute betreiben, um uns vor den angeblichen Risiken gentechnisch veränderter Kartoffeln zu schützen! Aber ich schweife ab…

Zurück zu 1&1: Ich fühlte mich also verschaukelt und bin umgezogen. Auch meinen Beziehung als „Profiseller“ für diese Firma habe ich aufgekündigt, denn einen Service, mit dem ich selbst nicht zufrieden war, konnte ich ja wohl kaum guten Gewissens gegen Provision empfehlen. Zunächst hatte ich bei meinem neuen Provider udmedia übrigens nur eine neue Domain mit Inhalten gefüllt – nämlich diese hier. Die Neuinstallation von WordPress dort ging reibungslos und bei den „echten“ Umzügen meiner anderen Webseiten mitsamt den Inhalten und MySQL-Datenbanken bekam ich mehrfach, prompt und kompetent telefonische Hilfe (oder auch per E-Mail), von echten Menschen!

Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Anbieter, wie man z.B. hier nachlesen kann. Und wer sich die Mühe ersparen möchte, bei 1&1 heraus zu finden, wieviel Arbeitspeicher für seine WordPress-Installation bereit steht, für den hat der „Mountain Prophet“ die Daten der verschiedenen Pakete hier zusammen gestellt. Aber wie gesagt: Das ist jetzt nicht mehr mein Problem…

Alles neu macht WordPress 3

Wer hier öfter ´reinschaut wird feststellen, dass mein Blog wieder einmal einen Facelift bekommen hat. Ewig lange wollte ich schon den Header persönlicher gestalten, und als dann vor ein paar Tagen das lang ersehnte Update 3.0 zur Blogger-Software WordPress kam, habe ich diesen Umbruch genutzt und auch die bisherige Vorlage (das Theme bzw. Template) ausgetauscht. Mit dem Standardbild des neuen Standardthemes wollte ich mich nicht zufrieden geben und so habe ich einen halben Tag investiert, die Festplatte nach einigermaßen brauchbaren Fotos durchsucht und aus diesen die obige Kollage gebastelt. Fast wie im Kunstunterricht auf dem Gymnasium, wo der Lehrer zum Entsetzen meiner Mutter das Offensichtliche aussprach: „Michael hat keinerlei künstlerische Begabung“. Bevor ihr nun also über meine bescheidene Fotomontage den Stab brecht,haltet inne und bedenket: Wenn ich eine meiner Zeichnungen eingescannt hätte, wäre es noch viel schlimmer!

Tatsächlich ist es mit WordPress 3.0 wieder einmal einfacher geworden, eine eigene Webseite aufzubauen, zu verwalten und den persönlichen Bedürfnissen anzupassen. Mein Dank dafür gilt all den Freiwilligen, die sich hier eingebracht haben. Ähnlich wie bei  Wikipedia steht das Ergebnis allen zur Verfügung und als Open Source Software kann jeder WordPress kostenlos hier herunterladen und sowohl für private wie auch geschäftliche Zwecke nutzen.

Warum die neue Version nicht nur eine schnöde Nummer (3.0) bekommen hat, sondern auch den Namen „Thelonius“, darüber läßt sich trefflich spekulieren. Der erste Eintrag, den Google zu diesem Stichwort vorschlägt ist der schwarze Jazzmusiker Thelonius Monk, der mit seinem eigensinnigen Klavierstil zu den Gründern des Bebop gehört. Das groovt, wie man hier auf YouTube hören und sehen kann:

WordPress 3.0 groovt irgendwie auch, und was an dieser Version alles neu ist, kann man hier nachlesen. Nachdem ich meine erste Webseite noch mit einem primitiven HTML-Editor geschrieben habe, die zweite Runde mit dem Kaufprogramm Net Objects Fusion und zwischendurch auch mit dem ebenso wie WordPress kostenlosen Programm Joomla, bin ich mittlerweile ein überzeugter WordPress-Fan. Neben meinen eigenen, derzeit vier, Webseiten habe ich auch ein paar weitere für Freunde erstellt und dabei festgestellt, dass es längst nicht nur zum Bloggen geeignet ist, sondern durchaus auch als vollwertiges Content-Management-System (CMS) taugt. Zudem gibt es eine große Zahl kostenloser Vorlagen (so genannte Themes) plus unzählige weitere, die gegen Bares angeboten werden. Mit so genannten Plug-Ins kann man nach dem Baukastenprinzip seine Webseite mit zusätzlichen Funktionen ausstatten. Ein Newsletter? Kein Problem! Vorgefertige Kontaktformulare, Haftungsausschlüsse und andere Nettigkeiten finden sich ebenso wie Plug-Ins zum Einbinden von Google-Anzeigen oder für die Auswertung der Besucherzahlen. Die Möglichkeiten sind beeindruckend und für mich als „Web-Builder“ erweist es sich oftmals als das größte Problem, dass die Kunden angesichts der Bazillionen von Angeboten überwältigt sind.

Verwalten lässt sich das Ganze, wenn es denn erst einmal eingerichtet ist, mit einer recht komfortablen Benutzeroberfläche. Jeder, der eine Textverabeitung bedienen kann, kann dort Artikel schreiben, die vom System automatisch nach frei zu vergebenden Stichworten und Kategorien sortiert werden; oder man schafft Seiten, die im Gegensatz zu den Artikeln nicht nach Aktualität sortiert werden, sondern die auf der Webseite einen festen Platz bekommen. Bilder, Audiodateien und sonstige Dokumente lassen sich einfachst in die Texte einbinden, auf Wunsch auch mithilfe spezieller Plug-Ins, die das Ganze in Form von Galerien präsentieren oder als Diaschauen abspielen.

Die Updates der Plug-Ins, die ja ständig weiter entwickelt werden, funktionierten bei mir immer reibungslos, beim Update auf die jüngsten 2.8er und 2.9er Versionen allerdings hakte es schon mal bei meinem Provider 1&1 und den Sprung auf 3.0 hat er mir in zwei von vier Fällen ebenfalls verweigert. Abhilfe fand ich nach einiger Googelei bei einem Technik-orientierten Blog namens Compboard. Dieser Artikel hier hatte alle Tricks ordentlich aufgeschrieben und mir sogar geholfen, meine Datenbank bei 1&1 upzugraden, ohne dass die ganze Kiste auseinander gefallen wäre. Danke dafür und Dank auch allen Lesern, die mich auf diesem Ausflug hinter die Kulissen begleitet haben. Der nächste Text wird wieder ganz anderer Natur sein, da verrate ich Euch nämlich mit vielen schönen Bildern, was man beim Camping-Urlaub an der Cote d´Azur so alles erleben kann…

Was geht im World-Wide-Web:

Gary Hayes, ist nicht nur Direktor des Australischen Labors für Fortgeschrittene Medienproduktion, LAMP, sondern auch eine Art Hans-Dampf-in-allen-Gassen, was Soziale Medien angeht. Durch einen Tweet wurde ich auf ein nettes Spielzeug aufmerksam, welches Hayes auf seinem Blog allen Besuchern kostenlos zur Verfügung stellt. Der folgende Zähler zeigt Euch, was derzeit alles passiert im Internet und vor allem, wie schnell es passiert. Ich fand´s einfach cool und habe Garys Social Media Counter deshalb hier eingebaut:

Übrigens: Wenn ihr rechts oben auf den roten Schriftzug „mobile“ klickt, seht Ihr ähnlich beeindruckende Statistiken über Mobiltelephone und bei dem gelb markierten „games“ gibt´s Informationen zu Online-Spielen und ähnlichem Zeitvertreib. Direkt darunter kann man auch Statistiken für das vergangene Jahr, den letzten Monat oder die vorige Woche abrufen.

Den Trend, sich immer mehr Informationen aus dem Internet zu holen, belegt auch folgende Meldung, die ich aufgeschnappt habe: Wie das Unternehmen Cision berichtet, recherchieren mittlerweile 89 Prozent der US-Journalisten in Blogs und 65 Prozent nutzen soziale Netzwerke wie Facebook oder LinkedIn. Cision ist nach eigenen Angaben der „weltweit führende Dienstleister für Medienmonitoring“ und hat diese Zahlen in einer Umfrage herausgefunden, bei der zusammen mit Wissenschaftlern der George Washington Universität Fragebögen an mehr als 9000 Journalisten verschickt wurden.

Und zu guter Letzt möchte ich noch vermelden, dass auch das von mir wegen seiner Qualität geschätzte Deutschlandradio einen neuen Internetsender aufgemacht hat, diesmal zum Thema Wissen. Leider kann ich mich darüber nicht so richtig freuen, denn dieser Sender macht mir und meiner Webseite Simmformation Konkurrenz. Ich habe ihn nicht gewollt und ich muss ihn trotzdem mit meinen Gebühren mitfinanzieren. Das Geld für meine Webseiten muss ich dagegen selbst aufbringen. Das ist nicht fair. Nebenbei bemerkt: Bei mir haben Politiker wie Roland Koch keinen Einfluss.

Reich und berühmt mit Blog und Twitter?

Wer bloggt möchte gelesen werden – da bin ich keine Ausnahme. Theoretisch hätte ich an dieser Stelle eine kleine Umfrage einbauen und erkunden können, ob ich diese Seiten ihrer Meinung nach wohl aus Geltungssucht, Größenwahn oder fehlgeleitetem Gutmenschentum erstellt habe? Aber dann graute es mir vor dem möglichen Ergebnis. Und noch mehr davor, dass sich keiner auch nur für die Frage interessiert. Laut einer Allensbach-Umfrage betrieb bereits im Jahr 2007 etwa jeder zwölfte Internet-Nutzer sein eigenes Blog. Gefühlsstatistisch scheint das Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot jedoch eher unausgewogen. Ich zumindest besuche „normale“ Webseiten mit Nachrichten oder die Wikipedia sicher 100 Mal öfter als Blogs. Dazu passt eine aktuelle Meldung, wonach etwa die Hälfte aller Blogs „Web-Leichen“ sind, also von ihren Besitzern nicht mehr gepflegt werden. Auch die handvoll RSS-Feeds, die ich abonniert habe, sind inhaltlich meist enttäuschend. Ist der Zug also schon abgefahren? Das Blog ist tot, es lebe der Twitter? Noch vor wenigen Tagen hielt ich Twitter übrigens für eine Spielerei, und lese nun erstaunt, dass dieser Service zum Verbreiten von Kurznachrichten mehr News und Eindrücke zu den Wahlen im Iran geliefert hat, als so mancher große Fernsehsender. Tja, „Vorhersagen sind schwierig, vor allem was die Zukunft betrifft“, soll Mark Twain gesagt haben. Ist Ihnen eigentlich aufgefallen, dass dieser Blog-Beitrag irgendwie typisch ist? Sie lesen und lesen und noch immer ist nichts passiert. Denn ich bin abgeschweift. Habe mich im Allgemeinen verloren, obwohl ich doch eigentlich ein Experiment in Sachen Eigenvermarktung schildern wollte. Also nochmal einmal von vorne:

Wer bloggt möchte gelesen werden, besser noch berühmt oder sogar reich. Letzterer Gedanke kam mir, als ich in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Geschichte von Robert Basic las, der mit seinem Blog „Basic Thinking“ einer der meistgelesenen war und nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von 37000 Euro erzielte, bevor er das Teil bei Ebay für 47000 Euro versteigerte. „Herzlichen Glückwunsch“ und „das kann doch nicht so schwer sein“, dachte ich mir nach einem Blick auf die Seite. Und weiter: „Wenn der mit so einer Kraut-und-Rüben-Sammlung Geld verdienen kann, kann ich das auch!“ Zimmerte mit WordPress mein eigenes Blog zusammen, schrieb schwupps ein Dutzend Beiträge über alles Mögliche, was mir gerade so einfiel – und warte seitdem auf meinen Durchbruch als Medienstar. Hmmm.

Ach ja, das Experiment in Sachen Eigenvermarktung: Systematisch habe ich mich bei einem halben Dutzend Communities angemeldet und deren User über die Existenz dreier willkürlich ausgewählter Beiträge auf diesem Blog informiert. Zuerst die Buchbesprechung zu „Atatürks Kinder“, zwei Tage später dann die Reiseseite über das Dorf Kiyiköy am Schwarzen Meer und schließlich nochmals zwei Tage später den Beitrag, den Sie gerade lesen. Das Ergebnis würden PR-Leute wohl als „Zuwachsraten im zweistelligen Prozentbereich“, verkaufen. Man könnte aber auch sagen, dass zu einer Handvoll Besucher noch zwei oder drei dazu gekommen sind. Bei Twitter habe ich jetzt zwei „Follower“, und da ich vorher keine hatte, ist das ein Anstieg ins Unendliche. Jetzt Obacht, denn ich verrate ein Betriebsgeheimnis: Die gesamten Werbeeinnahmen für diesen Blog liegen bisher bei 30 Cent. Da die Auszahlung durch Google aber erst erfolgt, wenn ich 70 Euro erreicht habe, werde ich diesen Tag jedoch vermutlich nicht mehr erleben 🙁

Wo liegt der Fehler? Meist sind es nicht die Goldgräber, die reich werden, sondern die Händler, die Schaufeln verkaufen. Das wäre eine Erklärung. Haben Sie eine bessere? Dann freue ich mich über ihren Kommentar, ihre Erfahrungen und Berichte zum Thema „Lust und Frust mit meinem Blog“.