Test & Gebrauch: Medion Akoya E1226 (MD98570)

Wieder einmal bin ich zu Aldi gepilgert und habe mir einen Computer gekauft. Genauer: Das Netbook Medion Akoya E1226 zum Preis von 299 Euro. Warum das Teil noch eine zweite Typennummer braucht (MD98570), weiß der Teufel. Ich nehme meinen Neukauf jedenfalls zum Anlass, auch über dieses Gerät zu schreiben. Schließlich will ich weiterhin Nützliches bieten, und mein vierteiliger Test inklusive der Gebrauchsanleitung zum Datentransfer für einen Aldi-PC, die ich vor zwei Jahren verfasst habe, gehören mit über 16000 Aufrufen zu den meistgelesenen Artikeln auf dieser Webseite.

Fortgeschrittene Anwender und gestresste Leute, denen die Zeit für längliche Besprechungen fehlt, können sich mein Geseiere übrigens sparen – sie werden hier höchstwahrscheinlich nichts Neues lernen. Ihnen seien zwei gute Testberichte empfohlen, die zusammen ein ziemlich rundes Bild des Aldi-Netbook Medion Akoya E1226 (MD98570) geben:

  • Michael Spehr, der sonst eher Apple-Produkte vorzuziehen scheint, titelt in der online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: Gute Karten für das neue Netbook von Aldi. Meine Kurzzusammenfassung des Artikels: Als Zweit- oder Drittgerät sei das Teil o.k. und „verflixt günstig“, nur leider voller überflüssiger Software, die man erst mühsam entfernen muss, um Speicherplatz frei zu machen.
  • Die Computerbild hat auch wieder einen Test und berichtet zudem, was der Neue im Vergleich zu seinem Vorgänger Medion Akoya E1222 besser kann. Der Rechenzwerg sei gut für Büroarbeiten und das Surfen im Internet ausgerüstet, aber zu langsam für Spiele oder die Bildbearbeitung, heißt es dort.

Beider Tester bemängeln übrigens den stark reflektierenden Bildschirm. Und nachdem ich das Gerät nun auch erstmals mit dem Akku betrieben habe, kann ich bestätigen, dass der auch die angegebenen fünf Stunden Laufzeit liefert (gerade so).

Nun zu meinen weiteren Erfahrungen – wenn Ihr noch mitlest. Ich werde sie auch diesmal wieder in mehrere Abschnitte aufteilen und diese in den ersten Wochen des Betriebes hier einstellen. Diesmal fange ich allerdings ganz von vorne an und will versuchen, auch für absolute Anfänger den einen oder anderen Tipp einzuflechten.

Der erste Tipp lautet: Wer lesen kann ist klar im Vorteil. Dies gilt besonders für diejenigen, die die Bedienungsanleitung ihres neuen Netbooks lesen. Dort gibt es z.B. auf Seite 91 ein Glossar zur Erklärung vieler Fachausdrücke, eine Kurzbeschreibung der Windows-Oberfläche (ab Seite 21) und eine Anleitung zum Umgang mit dem Touchpad (ausgesprochen „Tatschpäd“), das beim Laptop als Ersatz für die Computermaus dient.

Bis zu 30 Minuten kann die komplette Einrichtung dauern, warnt die Betriebsanleitung für das neue Aldi-Netbook schon vorab. Und wenn ich die Zeit zum Auspacken, unter den Tisch krabbeln und das ermitteln der Zugangsdaten für mein heimisches drahtloses Netzwerk (W-LAN) mitrechne, dann stimmt das auch. Meistens stehen diese Angaben übrigens auf der Rückseite des Gerätes (W-LAN-Router). Beim Akoya E1226 sind die Voreinstellungen alle richtig und man kann sie per Mausklick übernehmen bzw. mit einem Fingertippen auf das Touchpad.

Anscheinend habe ich alles richtig gemacht, denn mich begrüßen auf dem auffallend hellen Bildschirm jede Menge Ikonen und ein erster Sicherheitshinweis, ob ich meinen neuen Netbook für andere Blutooth-Geräte sichtbar machen will. Das will ich erst mal nicht, und da ich vorhabe, an diesem Nachmittag das Gerät komplett nach meinen Bedürfnissen einzurichten, mache ich mich auch gleich daran, richtig aufzuräumen.

Minianwendungen auswählen

Zum Aufräumen braucht man einen Papierkorb, und den ziehe ich erst ´mal in die rechte untere Bildschirmecke. Die ersten „Abfälle“ sind die Minianwendungen von ebay und Aldi, die ich schließe. Dann klicke ich in die große Uhr, halte die linke Seite im unteren Teil meines Touchpads gedrückt und ziehe die Uhr zum rechten oberen Bildschirmrand. Mit einem Rechtsklick auf  einen leeren Teil des Bildschirms mache ich weitere Minianwendungen sichtbar, und finde auf Seite 2 des Fensters, da sich hier geöffnet hat, das „Wetter“. Nach einem Doppelklick auf die freundliche Sonne gesellt diese sich unter die Uhr, und da ich vorerst keine weiteren Minianwendungen beziehen will, schließe ich das Kästchen. Die Optionen zur Einstellung des „Wetterkastens“ werden sichtbar, sobald man den Mauszeiger über die Sonne führt. Ein Klick auf den Schraubenschlüssel öffnet ein Fenster und ich gebe meinen aktuellen Aufenthaltsort ein: Offenburg. Alternativ kann man hier auch die Postleitzahl eingeben, allerdings werden kleinere Orte wie z.B. Ichenheim nicht gefunden.

Desktop aufräumen

Desktop ist das englische Wort für Schreibtisch und meint in diesem Fall die Oberfläche des Bildschirms. Wenn gerade keine Programme laufen, ist sie oft zugemüllt mit sogenannten Ikonen, die für bestimmte Dienste werben. Ich brauche weder den Aldi Blumen-Service, noch will ich von hier direkt auf die Internetseite des Discounters springen, eine Reise buchen oder einen Mobilfunkvertrag abschließen. Also weg mit all diesen Ikonen – rechts unten steht ja der noch leere Papierkorb. Am schnellsten geht es, wenn man die Taste „Strg“ links unten auf der Tastatur gedrückt hält, und dann alle unliebsamen Ikonen mit der rechten Maustauste anklickt. Dann hält man die linke Maustaste gedrückt (entsprechend dem linken unteren Eck des Touchpads) und zieht sämtliche markierten Ikonen auf das Papierkorb-Symbol. Jetzt die linke Maustaste loslassen, und schon sieht die Arbeitsoberfläche viel aufgeräumter aus.

Die deutschsprachige Anleitung finden

Entschuldigt bitte, wenn Euch die Erklärungen nerven und Ihr bereits wisst, dass ein Laptop-Computer in der Regel statt einer Maus ein Touchpad hat. Ihr gehört damit fast schon zur Elite der Computeranwender 😉 und ich will es in diesem Artikel auch mit einem letzten Hinweis belassen: Nicht nur für absolute Anfänger, sondern auch für Umsteiger auf das Betriebssystem Windows 7  lohnt es sich, die Anleitung „Erste Schritte / Windows 7 kennenlernen“ zu lesen. Die findet sich im Startmenü, das sich öffnet, wenn man auf das Windows-Symbol in der linken unteren Bildschirmecke klickt. Ziemlich blöd und schlampig finde ich es allerdings, dass sich mit dem Klick auf „Windows 7 kennenlernen“ die englischsprachige Anleitung öffnet. Statt nun verärgert den Rechner abzuschalten möchte ich Euch zeigen, was der größte Softwarehersteller der Welt nicht auf die Reihe gekriegt hat: Hier klicken für die deutschsprachige Anleitung. Allerdings braucht Ihr Euch das Video hier gar nicht erst anzuschauen, denn es ist ebenfalls in englisch! So muss man also bis zum unteren Ende der Seite gehen, wo sich unter verschiedene Registerkarten endlich die deutschsprachigen Anleitungen verstecken. Liebe Microsoft-Leute: Das solltet Ihr besser machen!

Von den Lesern, die mit bis hierhin gefolgt sind, verabschiede mich für heute und mache mich an den zweiten Teil meiner Gebrauchsanweisung: Wie man das Netbook Medion Akoya E1226 (und andere Computer) entrümpelt und sicherer macht.

Windows 7 – Die Mängelliste

  • Wieviele Jahre – ach was Jahrzehnte – muss ich mich jetzt eigentlich schon mit dem beknackten Explorer herum ärgern? Warum öffnet er nicht einfach mit zwei Fenstern, wie jedes andere halbwegs ausgereifte Dateiverwaltungsprogramm dies tut?
  • Wozu soll das eigentlich gut sein, die komplizierten Regeln, Optionen und die je nach Ordner unterschiedlichen Voreinstellungen, um einzelne Dateien freizugeben. Mir macht das nichts als Ärger. Immer wieder belehrt mich mein Computer, dass ich an diese oder jene Datei nicht heran kommen kann. Erzählt mir ´was von Heimnetzgruppen und dass ich Dateien in diesen oder jenen Ordner verschieben soll, um sie nutzen zu können. Tue ich das, so drohen mir unmittelbar darauf Fehlermeldungen beim Start diverser Programme, deren Installationsverzeichnis angeblich verändert wurde, meine Spiellisten auf iTunes sind verschwunden und zu allem Überdruss ist nicht mehr festzustellen, in welchem Ordner die Dateien ursprünglich waren. Warum nicht einfach den Computer beim ersten Start nachfragen lassen ob man „Alle Dateien freigeben?“ oder „alle Dateien vor Zugriff schützen will“. Im anschließenden Betrieb kann jeder dann nach Bedarf Veränderungen vornehmen.
  • Die Systemwiederherstellung kann einem ziemlich viel Ärger ersparen, aber warum muss ich sie erst einrichten. Wäre doch viel besser, sie wäre bereits aktiviert und wenn man dann z.B. so wie ich durch das verschieben eines einzigen Ordners richtig Chaos anrichtet fände man zu seiner freudigen Überraschung eine chronologische Liste der letzten Aktionen am Computer und die Möglichkeit, einzelne Schritte rückgängig zu machen. Aber nein, Windows läßt mich erst den Fehler machen und ich muss nach den Prinzip „Aus Schaden wird man klug“ lernen.
  • Als bräuchte es noch einen Beweis, dass Windows 7 ebenfalls zur Kategorie der Bananensoftware (reift beim Kunden) gehört, werde ich Abstand von wenigen Tagen mit Updates, Patches und sonstigen schöngeredeten Bugfixes malträtiert. Einmal im Monat dann ein richtig fettes Paket und beim herunterfahren des Computers die Ermahnung, bitte Geduld zu haben, während die Updates installiert werden. Ich habe die Geduld (was bleibt mir auch anderes übrig?) und kriege zum Dank am nächsten Morgen einen Tritt in den Hintern: Zuletzt musste ich ich auf meinem drei Monate alten Computer mit vier Gigabyte RAM und verdammt flottem Prozessor geschlagene 25 Minuten warten, bis endlich der Willkommensbildschirm kam; beim Monatsupdate davor waren es sogar 30 Minuten. Nun frage ich mich, wieviele Milliarden an Verlusten unserer Volkswirtschaft entstehen, wenn all am PC arbeitenden Menschen durch diesen unausgegorenen Mist auch nur drei Stunden produktiver Arbeitszeit pro Jahr verlieren?

PC-Upgrade, Teil 4: Das Happy-End

Es ist Aschermitwoch. Draußen der Himmel wolkenverhangen (oder Wolken verhangen?). Na jedenfalls so´n Grau-in-Grau-Tag, genau richtig um ihn im Bett zu verbringen. Aber da ich nun schon mal wach bin, starte ich den neuen Rechner und beschließe, Euch den Rest von der Geschichte mit dem Upgrade zu erzählen. Wer die ersten drei Teile nachlesen will, findet sie übrigens hier:

Das habe ich aber alles schon hinter mir, meine letzten noch fehlenden Dateien inzwischen ebenfalls zusammen geklaubt und auf den neuen Aldi-PC Medion Akoya E4360 D überspielt, der auch als MD 8338 verkauft wurde. Der startet übrigens bei mir in ganz schön flotten 1:15 hoch. Dabei arbeitet das Teil völlig geräuschlos (jedenfalls mit meinen Ohren ist praktisch nichts zu hören). Ebenfalls bemerkenswert in Zeiten der Krise, wo sparen angesagt ist: Dieser Aldi-PC verbraucht im Desktop-Betrieb lediglich 53 Watt, und damit weniger als die gute alte Glühbirne, die über meinem Schädel baumelt.

Die meisten der mitgelieferten Programme habe ich bisher links liegen lassen und statt dessen meine eigenen Favoriten installiert – sie laufen durchwegs zufrieden stellend. Und damit ich sie nicht jeden Morgen einzeln per Hand starten muss, habe ich im Autostart-Ordner die entsprechenden Verweise angelegt. Mit dem Einschalten lädt der Rechner bei mir nun automatisch nicht nur den Firefox-Browser und öffnet darin fünf Fenster. Aufgerufen wird gleichzeitig auch das Büroprogramm Open Office mit drei Dokumenten, Outlook 2007, das ich als E-Mail-Programm und Organizer benutze, sowie das Tweetdeck, ein Programm, das mich komfortabel darüber informiert, was meine Freunde auf Facebook so treiben oder auf Twitter so twittern. In Outlook habe ich übrigens noch ein Zusatzprogramm eingeklinkt, das InfoDeskPhone, welches wiederum den entsprechenden Kontakt aus dem Adressbuch öffnet, falls mich jemand anrufen sollte. Dafür war es wiederum in meinem Fall erforderlich, einen kostenlosen Treiber zu installieren, der „TAPI Services for FRITZ!Box“ heißt und der natürlich nur demjenigen etwas nützt, der 1. Microsoft Outlook besitzt und der 2. seine Telefonate über eine FritzBox abwickelt. Mehr zu diesem Schnickschnack erzähle ich Euch demnächst in einer ganzen Reihe von Erfahrungsberichten über die optimale Software für den Aldi-PC Medion Akoya E4360 D alias MD 8338, aber auch für andere PCs mit vergleichbarer Ausstattung und dem Betriebssystem Windows 7.

Mit der obigen Aufzählung ist die Liste der Programme, die bei mir gleichzeitig laufen, noch keineswegs komplett. So startet standardmäßig auch noch Skype und das ControlCenter3, welches die Schnittstelle darstellt zu meinem Multifunktionsgerät Brother MFC-7320. Natürlich läuft im Hintergrund auch ein Sicherheitsprogramm – ich habe mich entschieden, das mitgelieferte Bullguard ´rauszuschmeißen und durch die Kaspersky Security Suite zu ersetzen, die praktisch jeder Ausgabe der Computerbild kostenlos beiliegt. Zusätzlich überwacht das Startcenter meiner AVM Fritz!Box WLAN 7240 die Zugriffe vom und auf das Internet. Selbst wenn ich noch den Zufallsgenerator von iTunes diverse Songs aus meiner Musiksammlung vorspielen lasse, läuft all das ohne die geringsten Probleme. Es flutscht und funzt geradezu, obwohl der Taskmanager mit 75 Prozessen gleichzeitig jongliert. Zwischenzeitlich hatte ich auch noch die Google Desktop Sidebar installiert, um dabei sehen zu können, wie sehr meine Sammlung gleichzeitig laufender Programme und Prozesse die CPU auslastet: Es sind in aller Regel weniger als zehn Prozent. Bei meinen sechs Jahre alten Aldi-PC  Titanium 8080XL (mit selbst auf 1,5 Gig erweitertem Arbeitsspeicher) war das ganz anders. Dort haben die gleichen Programme die CPU den Großteil der Zeit zu 100 Prozent ausgelastet, was nicht nur meine Geduld strapaziert, sondern auch meine Arbeitsleistung merklich gedrosselt hat. Nun ja, das war ja auch letzlich der Grund, warum ein Neuer her musste.

Eine Warnung für Gamer (zu deutsch: Spieler): Ob der Medion Akoya E4360 D (MD 8338) für Euch geeignet ist, habe ich nicht ausgetestet, und die Meinungen dazu gehen auseinander. Während beispielsweise die PC-Welt in ihrem Test einen angeblichen Schwindel mit der Grafikkarte zum Hauptthema macht und von einer „Mogelpackung“ spricht, kam die Computerbild in ihrem Test nicht nur zu dem Fazit: das Gerät „bietet beim Arbeiten und bei der Bild-, Video und Tobbearbeitung ein hohes Tempo“. Vielmehr urteilte lobte die von mir hoch geschätzte Zeitschrift auch: „Die eingebaute Nvidia-GT330-Grafikkarte sorgt auch beim Spielen für richtig Dampf“ und weiter: „So macht das Zocken … richtig Spaß.“ Wie dem auch sei, so habe ich bisher (abgesehen von den Schwierigkeiten beim Formatieren und Partitionieren der Festplatte) wenig zu meckern.

Bei meinen Ansprüchen und vor allem bei den ständig steigenden Ansprüchen neuer Software und Betriebssysteme scheint ca. alle vier Jahre ein neuer Rechner fällig zu sein, und die bisherigen Umzüge haben jeweils etwa eine Woche meiner Zeit gefressen. Nach meiner Erfahrung läßt sich das Upgrade-Intervall auch um ein oder zwei Jahre verlängern. Aber dann sollte man dem alten PC mindestens mehr Arbeitsspeicher spendieren, braucht eventuell auch eine zusätzliche Festplatte und irgendwann sieht man sich trotz aller Wartungs- und Tuning-Software angesichts fortschreitender Versumpfung der Registry gezwungen, das ganze System platt zu machen und neu aufzusetzen. Das war bei mir im Schnitt alle drei Jahre fällig, kostet ebenfalls eine Woche Zeit und hat das Problem bestenfalls abgeschwächt, aber niemals ganz gelöst. Meine bisherigen Erfahrungen mit dem neuen Aldi-PC sind überwiegend positiv und der Umzug ging schneller als gedacht. Menschen, die am Computer arbeiten müssen, würde ich ohnehin empfehlen, alle drei bis vier Jahre eine neue Kiste anzuschaffen und diese hier (vermutlich schon längst ausverkauft?) wäre nicht die schlechteste gewesen.

Was mir noch aufgefallen ist in den ersten Tagen mit meinen neuen Aldi-PC, den Medion Akoya E4360 D (MD 8338) betrifft weniger die Hardware als das Betriebssystem Windows 7: Der Computer findet mein Netz, allerdings ist das Verhalten etwas sonderbar: Manchmal logt der Rechner sich über die Kabel-Verbindung ein, und manchmal drahtlos. Wie ich ihm vorschreiben kann, entweder die eine oder die andere Zugangsart als Standard zu akzeptieren, habe ich noch nicht heraus gefunden. Andere User scheint dies ebenfalls zu fuchsen, wie ich aus den Suchanfragen entnehmen kann. Mit Windows 7 bin ich ansonsten aber sehr zufrieden. Es ist definitiv besser als XP, was man von Vista ja nicht gerade sagen konnte.

Die integrierte Suchfunktion ist wesentlich schneller geworden, auch wenn die Darstellung der gefundenen Dateien noch zu wünschen übrig läßt und längst nicht alle Informationen ausgelesen werden, die ich zum Beispiel in meine Bilddateien eingepflegt habe. Über Alternativen wie die im Google Desktop enthaltene Suche oder Copernic Desktop Search werde ich hier berichten, sobald ich diese Päckchen in der neuen Umgebung durchgetestet habe. Das Umschalten zwischen verschiedenen, gleichzeitig geöffneten Programmen mit Hilfe der Taskleiste ist wesentlich komfortabler geworden. Apple-Freunde werden wohl zu recht sagen: „Das ist alles nur geklaut“, aber ich freue mich trotzdem über die Zeitersparnis und wenn Microsoft mal etwas ordentlich macht, sollte man die ruhig auch dafür loben. Ein Blick in die Systemsteuerung listet aktuell 68 installierte Programme und wie die meisten ernsthaften Anwender probiere auch ich häufiger neue Software aus, die dann bei Nichtgefallen schnell wieder deinstalliert wird. Dass hierbei nach noch nicht einmal zwei Wochen ganz offensichtlich noch die Reste von mindestens zwei Programmen zu sehen sind, ärgert mich und sagt mir, dass (natürlich) auch Windows 7 nicht sauber programmiert ist.

Damit will ich meinen Vierteiler zum „Abenteur Upgrade“ beschließen (Wer sich für meine Erfahrungen, Tipps und Empfehlungen für die optimale Software-Ausstattung interessiert findet dazu auf diesem Blog schon bald den nächsten mehrteiligen Bericht). Das Fazit zum Aldi-PC Medion Akoya E4360 D fällt jedenfalls überwiegend positiv aus. Auf dem neuen Arbeitsgerät habe ich zwar nicht alles so einrichten können, wie ich wollte, doch insgesamt läuft alles Bestens. Innerhalb von 13 Tagen ist der Rechner kein einziges Mal abgeschmiert, nicht einmal einzelne Programme haben sich aufgehängt und zu keinem Zeitpunkt musste ich länger als ein paar Sekunden warten, bis der PC seine Aufgaben verrichtet hatte. Selbst diese Sekunden ließen sich noch nutzen, indem man einfach in einem anderen Programm weiter arbeitet. An die 20 Stunden habe ich investiert, um soweit zu kommen. Gleichzeitig beginne ich bereits, schneller und produktiver zu arbeiten. Das war es es, was ich wollte und somit wird sich die Investition von 499 Euro und 20 Stunden Arbeit sicher binnen weniger Monate bezahlt machen.

Abenteuer Upgrade, Teil 2: Frust beim Formatieren

Dies ist der zweite Teil meines Erfahrungsberichtes mit dem neuen Aldi-PC, dem Medion Akoya E4360 D, der auch als MD 8338 verkauft wird. Er richtet sich an Leute, die so wie ich Daten und Programme möglichst schnell und effizient vom alten auf den neuen Rechner übertragen wollen. Gleichzeitig wechsele ich das Betriebssystem, und zwar von Windows XP auf Windows 7 (Vista habe ich übersprungen).

Meine Schilderung der Probleme, Lösungsversuche, Fehlschläge, aber auch Aha-Effekte und angenehmen Überraschungen bei diesem Unternehmen mögen all jenen helfen, die sich auf das gleiche Abenteuer einlassen. Aber aufgepasst: „Never change a running system“. Das soll heißen: Wer aktuell keine Computerprobleme hat, sollte sich glücklich schätzen und die Finger von dem Apparat lassen. Freaks, Geeks und Nerds, die schon alles über Computer wissen, können getrost auf die weitere Lektüre verzichten. Auch wird dies kein niveauvoller Essay und zum Lachen gibt es auch nichts, sondern es wird wieder einmal eher technisch-langweilig und ingenieursmäßig-problemorierentiert zugehen (Keine Sorge, meine Freunde, auch dies geht vorbei und in der kommenden Woche werde ich hoffentlich wieder über die angenehmen Seiten des Lebens berichten können).

In Teil 1 meines Erfahrungsberichtes habe ich die Ausgangssituation beschrieben, einen Testbericht zum Medion Akoya E4360 D (MD 8338) referiert, und die Vorarbeiten mit Datensicherung vom alten Rechner beschrieben. Den Zeitaufwand dafür habe ich protokolliert und bin noch vor dem ersten Einschalten des neuen Rechners auf 2 Stunden und 30 Minuten gekommen.

Ein zweiter Monitor gegen Stöpselitis

Noch während die Datensicherung auf dem alten Rechner läuft, schalte ich den neuen an, der mich fast lautlos mit seinen dezent-schönen blauen Lichtleisten begrüßt. Damit ich auch sehen kann, was der Aldi-PC mir zu sagen hat, muss ich vorher den Monitor umstöpseln. Monitor aus, Monitorkabel vom alten Rechner abziehen und beim neuen ´reinstecken, Monitor wieder anschalten. Und wieder zurück. Denn diese Handgriffe werde ich in den nächsten Stunden und Tagen immer wieder ausführen müssen, um bestimmte Einstellungen nachzuschauen und um nach Dateien zu stöbern, die trotz der aufwändigen Vorarbeiten beim Transfer verloren gingen oder die – auch das kann passieren – plötzlich nicht mehr lesbar sind. Wohl dem, der einen zweiten Monitor hat, sodass er die Geschehnisse auf beiden Rechnern im Auge behalten kann!

Ich tröste mich damit, dass im Lieferumfang des Medion Akoya E4360 D (alias MD 8338) sowohl eine leichtgägige PS/2 Tastatur als auch eine USB-Maus (inklusive Drehrad) enthalten sind – ansonsten würde ich wohl die Stöpselitis kriegen. „Dienste werden gestartet“, lese ich also mit freudiger Erwartung auf dem Bildschirm, dann ein viel versprechendes „Geräte werden installiert“ und einen Zähler der mir sagt: 10%, 38%, 47%.. Das sieht alles ziemlich gut aus und läuft wesentlich schneller als seinerzeit mit XP. Windows 7 wirkt dagegen irgendwie geschmeidiger und sammelt bei mir die ersten Pluspunkte. Sogar das Heimnetz erkennt der neue PC problemlos, er fragt nach dem Passwort für meinen W-LAN Router und – um es mit Boris Becker zu sagen: „Ich bin drin“.

Jetzt geht´s ans Eingemachte: Nicht nur die Daten, sondern auch die Einstellungen für die einzelnen Programme will ich umziehen. Und dabei geht es nicht nur um ein Lesezeichen für den Browser und eine Handvoll E-Mails, sondern um geschätzte 150 Programme, von der Bürosoftware Open Office über die Bildbearbeitung mit Photoshop, die Foto-Verwaltung mit iMatch, Musik- und Videoabspieler bis hin zu Dutzenden von Helferlein und Tools, die mir tagtäglich Zeit sparen helfen. Wo liegen die Dateien zum jeweiligen Programm, wo die Backups, wo steht meine Adresse, wo die Registriernummer? Schon unter Windows XP gab´s für den Umzug ein Werkzeug, den „Assistenten zum Übertragen von Dateien und Einstellungen“ und bei Windows 7 gibt es das auch. Allerdings hat man diesen Assistenten nicht nur weiter entwickelt, sondern dabei auch gleich umbenannt (damit in keiner findet?). Jetzt heißt das Teil Windows Easy-Transfer, und man findet es am schnellsten, wenn man das Start-Symbol links unten anklickt und in das Feld „Programme / Dateien durchsuchen eben diesen Namen eintippt. Ich wähle zunächst die Option „Netzwerk“ zur Datenübertragung, schließlich hängt der alter Rechner noch ´dran und vielleicht muss ich dann ja den Monitor etwas seltener umstöpseln.

Easy Transfer? Von wegen!

Mein neuer Rechner läuft jetzt seit einer knappen halben Stunde und schon erlebe ich die erste Enttäuschung mit Windows 7. Der Transfer der Einstellungen über das Netzwerk funktioniert nicht. Wäre ja auch zu schön gewesen. So kann ich meine Geringschätzung all dessen, wo „Microsoft“ ´drauf steht, erst mal bewahren (Erst im zweiten Anlauf hat´s geklappt. Wie erfahrt Ihr in Teil 3 meines Berichtes). Ich breche den Versuch ab und probiere, die Festplatte neu zu partitionieren. Auch dies ist Teil meiner „Umzugsstrategie“, denn ich will meine Daten auf dem neuen Rechner genau so organisieren, wie auf dem Alten. Dort habe ich Ordnung gehalten, indem ich die Programme alle auf das C-Laufwerk kopiert habe, meine Dokumente auf das Laufwerk D und für Mediendateien (Musik, Bilder, Videos) hatte ich ein weiteres Laufwerk eingerichtet und ihm den Buchstaben E zugewiesen. Diese Anordnung habe ich zur Sicherung auf mein externes Laufwerk kopiert und genau so möchte ich die Dateien von dort auf den neuen PC spielen. Der hat mit etwa 950 Gigabyte nutzbarem Speicher zwar fast doppelt so viel Platz wie der alte, doch ist dieser Platz beim Aldi-Rechner Medion Akoya E4360 D /MD 8338 anders aufgeteilt: Das Laufwerk C (Boot) hat 910 Gigabyte abgekriegt, Laufwerk D (Recover) weitere 20 und dann gibt es noch 100 Megabyte für „System reserved“ und einen Gigabyte ohne eigenen Namen, der in der Datenträgerverwaltung als „Fehlerfrei (OEM Partition)“ gekennzeichnet ist.

Um diese Aufteilung zu verändern, braucht man ein Programm zur Partionierung der Festplatte. Ich weiß, dass ich so ein Ding mal hatte; vermutlich liegt es auf dem alten Rechner. Soll ich also mal wieder den Monitor umstöpseln und nachschauen? Nein, das bringts nicht, überlege ich. Denn ich kann ein installiertes Programm ja nicht einfach irgendwo hin kopieren, sondern ich muss es neu installieren. Also brauche ich die Installationsdatei für ein Partionierungsprogramm, dessen Name ich nicht kenne. Ich durchwühle an die 50 CDs und DVDs mit nützlichen Programmen, die ich in den vergangenen Jahren als Beilagen aus Computerbild und ´ct entnommen habe, aber das verdammte Partionierungswerkzeug finde ich nicht. Die Uhr tickt und ich will doch eigentlich arbeiten und nicht meine Zeit mit dem Computer verplempern.

Datenträgerverwaltung gut versteckt und riskant

Nun hat Windows 7 auch ein „Partionierungsprogramm“, versteckt hinter bzw.enthalten in der Datenträgerverwaltung. Wer nun glaubt, er könne dieses Werkzeug finden, indem er die Suchfunktion von Windows 7 nutzt, der wird sich wundern. Wenn man nämlich das Start-Symbol links unten anklickt und in das Feld „Programme / Dateien durchsuchen“ den Begriff „Datenträgerverwaltung“ eingibt, findet man: Nichts! Auch das Suchwort „Partionieren“  brachte mich nicht weiter. Die Lösung: Man muss „formatieren“ schreiben oder auch „Festplatte“. Jetzt endlich verrät Windows 7, welches Programm man nutzen muss und blendet ein unter der Rubrik „Systemsteuerung“: „Festplattenpartionen erstellen und formatieren“. Ein Klick auf diesen Eintrag bringt uns endlich zur Datenträgerverwaltung, die jeden Versuch, etwas zu verändern mit bedrohlichen Meldungen quittiert, sodass ich schließlich entnervt aufgebe und auch das Vorhaben fallen lasse, die Festplatte so zu formatieren / partionieren, wie ICH das will. Am Abend des gleichen Tages verrät mir übrigens ein Freund in der Kneipe, dass er am Weihnachtsabend mit seinem neuen Windows 7-Rechner vor dem gleichen Problem stand, die Warnhinweise ignoriert hat und dafür bestraft wurde, indem er schlussendlich die gesamte Festplatte neu formatieren und sämtliche Programme neu aufspielen musste. Ein Blick in die einschlägigen Internetforen zeigt mir zudem, dass auch andere „Experten“ etliche Stunden verloren haben, weil sie sich nicht mit den Windows-Vorgaben abfinden wollten. Wieder einmal schießt mir der Gedanke durch den Kopf: Einen Apple müsste man haben!

Längst ist es draußen dunkel geworden. Der erste Tag mit meinem neuen Aldi-PC, dem Medion Akoya E4360 D (MD 8338) geht zu Ende. Knappe sechs Stunden haben mich bisher meine Versuche gekostet, die alten Daten und Einstellungen zu transferieren und von Anfang an Ordnung auf dem PC zu schaffen. Es ist mir nicht gelungen, diese Aufgabe mit dem Programm Windows-Easy Transfer über das Netzwerk zu lösen. Auch die Datenträgerverwaltung hat mich derart verunsichert, dass ich davon abgesehen habe, die Festplatte so aufteilen, wie ich es wollte. Das sind schon mal zwei dicke Minuspunkte für das „beste Windows aller Zeiten“. Habe ich einfach nur Pech gehabt, war ich zu dumm, waren meine Erwartungen zu hoch oder bin ich einfach zu ungeduldig? Noch ist es zu früh, diese Fragen zu beantworten. „Nur der Verlierer gibt auf“, hat mir der Betreuer meiner Diplomarbeit einst mit auf den Weg gegeben. Aber aufgeben werde ich noch lange nicht. Das Abenteuer Upgrade hat gerade erst begonnen und in Teil 3 meines Berichtes könnt Ihr nachlesen wie es weiterging und wie ich am Ende doch noch eine elegante Methode gefunden habe, um Dateien und Einstellungen zu übertragen. Wenn Euch das Thema interessiert, solltet Ihr hier öfter mal ´reinschauen, denn die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende. Am besten, ihr abonniert gleich den RSS-Feed, der Euch ständig auf dem Laufenden hält.